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 Statistische Zahlen der Stadt Chemnitz 


Die Bevölkerung verteilt sich auf eine Fläche von 220,9 km², so dass in der kreisfreien Stadt Chemnitz 1. 122 Menschen auf einem km² leben (Einwohnerdichte ). Damit zählt die kreisfreie Stadt Chemnitz zu den dicht besiedelten Gebieten Deutschlands, wo sich im Durchschnitt 230 Einwohner einen km² Fläche teilen mussten. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche liegt bei 34,5%. Damit ergibt sich eine Siedlungsdichte von 3.400 Einwohnern pro km² Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Die Bevölkerungsentwicklung von Chemnitz ist seit Beginn der 90er Jahre negativ verlaufen. Im Zeitraum von 1990 bis 2000 lag der Wert bei -18,6% (zum Vergleich: Landesdurchschnitt Sachsen -7,3%, Bundesmittel 3,2% ). Genauer betrachtet lag das Verhältnis der Geburten zu den Sterbefällen im Jahr 2000 bei -5,4 Promill (natürliche Bevölkerungsentwicklung ) und das Verhältnis der Zuzüge zu den Fortzügen bei -13,9 Promill (räumliche Bevölkerungsentwicklung ).
Die Stadt Chemnitz hat 247.723 (2003 ) Einwohner (Ausländeranteil 3,7% ). Der Großteil der Bevölkerung Deutschlands ist heute im mittleren Alter (35- 55 Jahre ). Diese Altersstruktur wird durch den bauchigen Mittelteil der sog. Lebensbäume deutlich. Die Zahl der Jüngeren hat eine rückläufige Tendenz, so dass die Altersstruktur auf einem schmalen Fundament ruht. In den neuen Bundesländern zeigen die Bevölkerungspyramiden einen starken Rückgang der Geburtenzahlen ab dem Beginn der 90er Jahre, der sich nach der Vereinigung der deutschen Staaten eingestellt hat.

Auf dem Gebiet der Stadt Chemnitz werden pro Einwohner im Durchschnitt 417 Euro gemeindliche Steuern eingenommen. Dieser Wert liegt, bezogen auf die Bundesrepublik, im unteren Drittel (BRD- Durchschnitt: 614 Euro ). Die höchsten gemeindlichen Steuereinnahmen erzielt die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main (Hessen ) mit 2.466 Euro pro Einwohner. Am leersten geht der Kreis Nordvorpommern (Mecklenburg- Vorpommern ) aus: Hier sind es nur 181 Euro je Einwohner.
So wird in der Stadt Chemnitz gearbeitet: 0,7% der Beschäftigten sind in der Land- und Forstwirtschaft (primärer Sektor ) tätig, 25,8% im Produzierenden Gewerbe (sekundärer Sektor ) und 73,5% im Dienstleistungsbereich (tertiärer Sektor ).
Und das sind die Spitzenreiter in Deutschland: der Kreis Mecklenburg- Strelitz (Mecklenburg- Vorpommern ) mit 14,3% in der Land- und Forstwirtschaft, der Kreis Dingolfing- Landau (Bayern ) mit 72% in Industrie und Handwerk und die kreisfreie Stadt Potsdam (Brandenburg ) mit einem Anteil von 86,6% im Dienstleistungsbereich.
Das Verhältnis von beruflichen Einpendlern zu Auspendlern in der Stadt Chemnitz ist größer eins (>1 ). Zieht man die Anzahl der Auspendler aus dem Kreis von der Anzahl der Einpendler in den Kreis ab, kommt man auf ein Pendlersaldo von 214 je 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Einpendlerüberschüsse weisen auf ein Überangebot an Arbeitsplätzen bezogen auf die ansässige Bevölkerung hin, Auspendlerüberschüsse zeigen ein Defizit an.

So viel kostet die Stadt Chemnitz: 1 m² Bauland ist im Durchschnitt für 83 Euro zu haben. Damit liegt der Kreis bundesweit im mittleren Drittel (Bundesdurchschnitt: 63 Euro ). Das billigste Häusle- Bauen gibt es im Kreis Elbe- Elster (Brandenburg ), wo der Quadratmeter schon für 12 Euro zu haben ist. Am tiefsten muß in der kreisfreien Stadt Stuttgart (Baden- Württemberg ) in die Tasche gegriffen werden: 710 Euro pro m², das ist 59 mal mehr als im Kreis Elbe- Elster.
38,3 m² Wohnfläche hat jeder Einwohner der Stadt Chemnitz im Durchschnitt für sich. Das ist eine Differenz von -0,7 m² gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 39 m². Das Landesmittel Sachsen liegt bei 35,5 m².

Das durchschnittliche monatliche Industrieeinkommen in der Stadt Chemnitz liegt bei 2.269 Euro. Das entspricht 77 Prozent des Bundesdurchschnitts von 2.917 Euro und 113 Prozent des Landesmittels (Sachsen ) von 2.001 Euro. Die höchsten deutschen Industrieeinkommen werden mit 4.697 Euro in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen am Rhein (Rheinland- Pfalz ) erzielt (161 Prozent des Bundesdurchschnitts ). Die geringsten Industrieeinkommen (44 Prozent des Bundesdurchschnitts ) findet man mit 1.303 Euro im Kreis Uecker- Randow (Mecklenburg- Vorpommern ).
Von 1.000 Einwohnern erhalten in der Stadt Chemnitz 27,4 Leistungen aus der Sozialhilfe. Die höchste Zahl an Sozialhilfeempfängern hat die kreisfreie Stadt Bremerhaven (Bremen ): 114,8 pro 1.000 Einwohner. Am seltensten wird die Hilfe zum Lebensunterhalt im Kreis Unterallgäu (Bayern ) in Anspruch genommen (4,1 Sozialhilfeempfänger pro 1.000 Einwohner ).
Die Arbeitslosenquote in der Stadt Chemnitz betrug im Dezember 2003 16,5%. Damit liegt der Kreis unter dem Landesdurchschnitt Sachsen von 17,1% und über dem Bundesdurchschnitt von 10,4%.

502 PKW kommen in der Stadt Chemnitz auf 1.000 Einwohner. Damit besitzen die Bewohner der Stadt Chemnitz weniger Autos als der deutsche "Otto- Normal- Verbraucher " (bundesdeutscher Durchschnitt: 517 PKW pro 1.000 Einwohner ). Den geringsten Pkw- Besatz verzeichnet die kreisfreie Stadt Berlin: Hier kommen nur 362 Autos auf 1.000 Einwohner, die meisten PKWs sind im Kreis Schaumburg (Niedersachsen ) angemeldet, wo pro 1.000 Einwohner 962 PKWs registriert sind.
In der Stadt Chemnitz ereignen sich 785 Straßenverkehrsunfälle je 100.000 Einwohner. Dabei verunglücken 713 Menschen, 6,1 kommen dabei zu Tode. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 612 Unfällen mit 616 Verunglückten und 9,5 Getöteten. Das sicherste deutsche Pflaster ist der Kreis Siegen- Wittgenstein (Nordrhein- Westfalen ) mit 427 Unfällen pro 100.000 Einwohnern. "Augen auf! " sollte die Devise besonders im Ohre- Kreis (Sachsen- Anhalt ) lauten: Hier passieren die meisten Straßenverkehrsunfälle: 1.076 Stück pro 100.000 Einwohner. Die meisten Verkehrstoten sind im Kreis Nordwestmecklenburg (Mecklenburg- Vorpommern ) zu beklagen: 42,1 Todesopfer pro 100.000 Einwohnern, den besten Wert erreicht die kreisfreie Stadt Memmingen (Bayern ) mit 0 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner.

Wer als Mann in der Stadt Chemnitz lebt, hat ein Leben von 73 Jahren Dauer vor sich. Frauen leben länger: Ihre mittlere Lebenserwartung beträgt 80,2 Jahre. Umgerechnet in Tage bedeutet das, dass die Männer im Durchschnitt 26.736 Tage leben, die Frauen 29.293,1 Tage. Ein besonders langes Leben ist den männlichen Bewohnern des Kreises München (Bayern ) beschieden. Sie leben im Mittel 77 Jahre. Das längste deutsche Frauenleben lässt sich statistisch gesehen im Kreis Leipziger Land (Sachsen ) verbringen. Hier liegt die mittlere weibliche Lebenserwartung bei 83,2 Jahren. 6,4 Jahre (d.h. 2.337,6 Tage ) früher versterben die Frauen im Durchschnitt in der kreisfreien Stadt Eisenach (Thüringen ), wo mit 76,8 Jahren die geringste weibliche Lebenserwartung Deutschlands registriert wurde. Das (statistisch ) kürzeste Männerleben wird im Kreis Demmin (Mecklenburg- Vorpommern ) gelebt. Hier leben die Männer im Mittel 69 Jahre, d.h. 2.995 Tage kürzer (8 Jahre ) als im Kreis München.

162 Ärzte versorgen in der Stadt Chemnitz 100.000 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 154 Ärzten je 100.000 Einwohnern, das Landesmittel Sachsen liegt bei 137. Die höchste Arztdichte Deutschlands hat die kreisfreie Stadt Heidelberg (Baden- Württemberg ) mit 384 Ärzten pro 100.000 Einwohnern, die niedrigste der Saalkreis (Brandenburg ): 72 Ärzte/ 100.000 Einwohner.

So sieht es im Bereich der stationären Behandlung aus: 10.000 Einwohnern stehen in der Stadt Chemnitz 95 Krankenhausbetten zur Verfügung (Bundesdurchschnitt: 66, Sachsen: 67 ). Die meisten Krankenhausbetten pro Kopf gibt es in der kreisfreien Stadt Ansbach in Bayern (239 Krankenhausbetten/ 10.000 Einwohner ), die wenigsten im Kreis Fürth (2 Krankenhausbetten/ 10.000 Einwohner ).

Der Anteil der Auszubildenden an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in der Stadt Chemnitz bei 6,6% und damit bundesweit im mittleren Drittel. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 5,8%. Besonders viel Nachwuchs gibt es in der kreisfreien Stadt Neubrandenburg (Mecklenburg- Vorpommern ) mit einem Auszubildenden- Anteil von 13,2%, den geringsten Wert hat der Main- Taunus- Kreis (Hessen ) mit 3,1%.

Bevölkerungsentwicklung von Chemnitz

Bevölkerungsentwicklung von Chemnitz

Arbeitslosigkeit von Chemnitz


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