Prof. Dr. h.c. Lothar Günther Buchheim wurde am 06. Februar 1918 in Weimar geboren.
• deutscher Schriftsteller, Maler, Kunstverleger und- sammler
• verheiratet mit Diethild, geb. Wickboldt
• zwei erwachsene Kinder, Yves- Bruno und Nina
• Lebensmotto: "leben, leben, nochmals leben und arbeiten "
Aber Buchheim hat Zeit seines Lebens vor allem als Mulitalent von sich reden gemacht: als Maler, als Schriftsteller, als Kunstsammler.
Und weil er in Chemnitz und Schneeberg aufwuchs, fühlt er sich immer noch als Sachse. Hier galt er in den 30er Jahren als Wunderkind,
hier hatte er mit 15 seine erste Ausstellung und hier schrieb er mit 17 seine erste Zeitungsreportage.
Deshalb hätte er sein "Museum der Phantasie " auch gern in Chemnitz gebaut.
Der Streit darum dauerte dem streitbaren Geist zu lange: jetzt wird es Anfang nächsten Jahres in Bernried am Starnberger See eröffnet.
Seine eigentliche Heimat war Chemnitz. Hier stand sein Elternhaus, hier verlebte
er entscheidende Jahre seiner Kindheit und Jugend. Stadt und Region Chemnitz
waren auch der Kulturraum seiner ersten künstlerischen und puplizistischen
Erfolge, die sich in vielfältigen Veröffentlichungen niederschlagen konnten.
Die exemplarische künstlerisch- literarische Verarbeitung seiner Erfahrungen
als Marinekriegsberichter an der vordersten Front der verschiedenen Kriegsschauplätze
in den letzten 5 jahren des 2. Weltkrieges stellen u. a. der "U- Bootkrieg ",
"U 96- Szenen aus dem Seekrieg " uns sein bekanntes Buch "Das Boot " dar.
Allein auf Grund seiner bildkünstlerischen Lebensleistung wäre Buchheim
als Sohn unserer Stadt zu ehren. Hinzu kommt ein eindrucksvolles fotografisches Werk, von dem
an dieser Stelle sein Foto- Essay über seine Heimatstadt besondere Erwähnung finden soll.
Die Stadt Chemnitz ehrte am 06.02.1992 mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft
das schriftstellerische, bildkünstlerische, verlegerische und kunstsammlerische
Lebenswerk Buchheims, dass eines der originellsten und beeindruckendsten schöpferischen
Leistungen auf dem Gebiet der Kunst in ganz Deutschland darstellt.
Seine Mutter war Malerin. Der vielseitig begabte Buchheim bekam bereits mit fünfzehn Jahren die erste Ausstellung seiner Zeichnungen (zum Teil im Dresdner Kupferstichkabinett ausgestellt ) und war mit sechzehn Jahren für eine Wochenendseite einer Tageszeitung verantwortlich.
Nach dem Abitur studierte Buchheim an den Kunstakademien in Dresden und München. Er nahm als Marineleutnant am zweiten Weltkrieg teil und erlebte als Kriegsberichter U- Boot- Operationen im Atlantik sowie in der Straße von Gibraltar.
Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges schrieb Buchheim sein erstes Buch über eine abenteuerliche Paddelbootfahrt auf der Donau bis zum Schwarzen Meer ("Tage und Nächte steigen aus dem Strom ", 1939, Neuauflage 1979 ). Nach dem Krieg betätiget sich Buchheim erfolgreich als Kunstschriftsteller und Kunstverleger.
Berühmt wurde seine große, knapp 500 Werke des Expressionismus umfassende Sammlung.
• Chemnitzer- Ausstellung abgesagt- Maler gibt Ehrenbürgerschaft der Stadt zurück
• Buchheim hält Begründung für eine Lüge und will nicht mehr Ehrenbürger sein
 Die bereits vor ihrer Eröffnung umstrittene Ausstellung mit
Kriegsbildern des in Chemnitz aufgewachsenen Malers und Autors
Lothar- Günther Buchheim ("Das Boot " ) wird es nicht geben. Thomas Schuler,
der Direktor des Chemnitzer Schlossbergmuseums, begründete am Donnerstag
seine Absage besonders damit, dass Buchheim wesentliche Passagen im Textteil
des geplanten Ausstellungskataloges gestrichen hätte. Den Streichungen seien
vor allem Texte zum Opfer gefallen, die "Krieg und Leid reflektierten ".
Damit sei eine kritisch kommentierende Präsentation der Bilder, die sich in
den vergangenen Tagen den Vorwurf der Kriegsverherrlichung zugezogen hatten,
nach Meinung der Ausstellungsmacher in Frage gestellt. Zudem hätten
zusätzliche Geldforderungen Buchheims das Projekt gefährdet.
"Die Begründung der Ablehnung meiner Ausstellung könnte verlogener nicht
sein ", erklärt Lothar- Günther Buchheim. Auf die Absage reagierte er am
Donnerstag mit der Rückgabe der Ehrenbürgerwürde, die er 1992 von der Stadt
Chemnitz erhielt. Damals hatte Buchheim die Absicht, für seine angesehene
Expressionisten- Sammlung in Chemnitz ein Museum bauen zu lassen.
Von der Absage erfuhr Buchheim selbst erst wenige Minuten vor Beginn der
Pressekonferenz am Donnerstag durch ein Fax aus dem Schlossbergmuseum. Zuvor
war mit ihm über die Streichungen sowie die finanziellen Probleme nicht
geredet worden. "Darüber hätte man debattieren können, und da hätte ich
einiges auch geschluckt ", beteuert Lothar- Günther Buchheim.
Sowohl Museumschef Thomas Schuler also auch der Chemnitzer Rathaussprecher
Andreas Bochmann betonten, dass es für die Absage der Schau, die am 21.
Januar eröffnet werden sollte, nur inhaltliche Gründe gebe. Poltischen Druck
habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.
Wie Schuler sagte, werde die Ausstellung im Laufe dieses Jahres
wahrscheinlich in einem anderen Museum gezeigt; die Anfrage einer
renommierten deutschen Einrichtung liege bereits vor. Dazu Buchheim: "Nein,
ich habe jetzt gar keine Lust mehr!
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