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 Historische Entwicklung der Stadt
 Chemnitz

Folgt uns und laßt Euch einfangen vom alten "Rußchamtz ", dem einstmaligen "sächsischen Manchester " dem gewesenen Karl- Marx- Stadt.

 Zeittafel 

12. Jahrhundert
13. Jahrhundert
14. Jahrhundert
15. Jahrhundert
16. Jahrhundert
17. Jahrhundert
18. Jahrhundert
19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
21. Jahrhundert



um 1136 
Stiftung des Benedektinerklosters St. Marien durch Kaiser Lothar III.

1143 
Urkundliche Bestätigung und Verleihung des Marktrechtes für das Kloster durch König Konrad III.

um 1170 
Vermutliche Gründung der Stadt Chemnitz als Reichsstadt im Gelände der Nikolaikirche unterhalb des Kapellenberges, der späteren Johannisvorstadt.



um 1200 
Bau des Roten Turmes als Teil einer burgähnlichen Anlage und Wohnsitz des Reichsministerialen.

um 1200/ 1216 
Vermutliche Neugründung der Stadt im Auebereich des Chemnitzflusses (zwischen Kaßberg, Falkeplatz und Rotem Turm ).

1264 
Urkundliche Erwähnung der Stadtmauer, deren Bau vermutlich im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts vollendet war.

1290/ 1291 
Urkundliche Bestätigung des Reichsstadtcharakters und der Stadtmauer.

1298 
Die städtische Verwaltung wird von Bürgermeistern und Räten getragen.



1308 
Nachweislicher Beginn des Eingliederungsprozesses in den wettinisch- meißnischen Territorialstaat durch Ausstellung eines Schutzbriefes des wettinischen Markgrafen für die Stadt.

1324 
Eingliederung in die wettinische Landesherrschaft.

1333 
Großer Stadtbrand

1334 
Der Markgraf bestätigt der Stadt das Meilenrecht, was auf die Existenz von sechs Innungen schließen läßt; in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts werden es sieben (Bäcker, Fleischer, Schuster, Schneider, Schmiede, Tuchmacher und Leineweber ).

um 1345 
Auseinandersetzungen zwischen Rat und Bürgerschaft, die auch für 1393 und 1414 nachzuweisen sind.

1357 
Einrichtung einer Landesbleiche in Chemnitz. Dieses markgräfliche Privileg wird von höchster Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, es gilt als "Geburtsurkunde" der Chemnitzer Textilherstellung.

1379/ 1389/ 1395 
Große Stadtbrände.



1402 
Wesentliche Stadterweiterung durch Kauf von Klosterdörfern.

1423 
Kurfürst Friedrich verkauft der Stadt die hohe und niedere Gerichtsbarkeit 1470/ 71.
Beginn der Metallindustrie durch Errichtung von Saigerhütten und Kupferhammer.

1485 
Päpstliche Genehmigung für die Stiftung des Franziskanerklosters.

1486 
Bau eines neuen steinernen Lateinschulgebäudes hinter der Jakobikirche unter dem Rektorat des Humanisten Paulus Niavis (Paul Schneevogel ).

1496- 1498 
Errichtung eines steinernen Rathauses am Marktplatz und Vollendung des Turmes mit Uhr.

1499- 1500 
Errichtung eines dreistöckigen Gewandhauses.



1495- 1521 
Umbau der Benediktinerkirche in eine spätgotische Hallenkirche und Bau des Abtsgebäudes.

1516 
Geburt des Humanisten, Dichters und Pädagogen Georg Fabricius.

1531- 1555 
Dr. Georgius Agricola in Chemnitz: Der bedeutende Universalgelehrte, Begründer der Montanwissenschaften übernimmt 1546 auf Anordnung des Herzogs Moritz von Sachsen das Amt des Bürgermeisters, ebenso in den Jahren 1547, 1551 und 1553.

1539 
Beginn der Kirchenreformation in Chemnitz.

1546 
Umwandlung des Benediktinerklosters in ein kurfürstliches Schloß und des Klostergebietes in ein kurfürstliches Amt.

1562 
Geburt des Musikers Philipp Deulich (Dulicius ).



1610 
Chemnitz zählt ca. 5. 500 Einwohner.

1631 
Großer Stadtbrand, 300 Häuser werden vernichtet.

1632 
Chemnitz wird in den Dreißigjährigen Krieg hineingezogen.

1698 
Der Rat hat die Schulden aus dem großen Krieg getilgt; der Wiederaufbau ist aber noch nicht abgeschlossen.



1700 
Die Stadt zählt ca. 5. 000 Einwohner.

1706/ 1707 
Während des Nordischen Krieges erhält Chemnitz eine dänische Besetzung; danach wechselnde Besetzung durch schwedische, russische und sächsische Truppen. Die Kontributionen betragen 44000 Taler.

1729 
Geburt des berühmten Sprach- und Altertumsforschers Christian Gottlob Heyne.

1748 
Geburt des Dirigenten, Organisten und Beethovenlehrers Christian Gottlieb Neefe.

1756 
Einweihung der neuen Johanniskirche auf dem Gelände des früheren Franziskanerklosters.

1756- 1763 
Chemnitz wird im Siebenjährigen Krieg von preußischen Truppen besetzt. Die Verluste der Stadt belaufen sich auf 1,12 Millionen Taler.

1770/ 1771 
Beginn der manufakturmäßigen Kattundruckerei.

1771/ 1772 
Teuerung und Hungersnot fordern 2000 Todesopfer.

1799/ 1800 
Errichtung erster Baumwollspinnereien (1799 Gebrüder Bernhard in Harthau, 1800 Wöhler und Lange an der Stadtgrenze nach Furth ). Damit begann in Chemnitz die industrielle Revolution, die Stadt entwickelt sich zur "ersten Fabrik- und zweiten Handelsstadt" in Sachsen.



1800 
Die erste Chemnitzer Zeitung erscheint seit 4.Januar unter dem Titel "Chemnitzer Anzeiger".

1801 
Die Stadt zählt fast 11. 000 Einwohner.

1811 
Etablierung des Maschinenbaus in Chemnitz (Schwalbe ).

1813 
Gefecht in Hilbersdorf zwischen Franzosen und verbündeten Österreichern und Russen am Vorabend der Völkerschlacht bei Leipzig.

1817 
Gründung des Chemnitzer Singvereins. Aus diesem Verein entwickelt sich die Chemnitzer Singakademie.

1831 
Erste Stadtverordnetenwahl und Ende der alten Ratsfassung.
Einweihung der ersten Bürgerschule.

1833 
Bildung einer städtischen Kapelle.

1835 
In der Maschinenbauanstalt von Julius Borchert wird in Chemnitz die erste Dampfmaschine gebaut.

1836 
Gründung der Königlichen Gewerbeschule- Vorläufer der heutigen Technischen Universität.

1837 
Eröffnung des Maschinenbauunternehmens Richard Hartmann.

1838 
Einweihung des Stadttheaters (über 900 Plätze ) auf der Theaterstraße.

1839 
Eröffnung der Stadtsparkasse im Rathausgebäude.

1844 
Eingemeindung des Vorortes Niklasgasse.

1848 
Fertigstellung der ersten Lokomotive in der Firma Hartmann.
Johannes Friedrich Müller von 1848- 1873 Bürgermeister .

1852 
Eröffnung der Eisenbahnstrecke Chemnitz- Riesa.

1853 
Einweihung des Stadtkrankenhauses an der Zschopauer Straße (130 Betten ).

1854 
Erstmalige Beleuchtung eines Teiles der Stadt mit Gaslicht.
Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes.

1856 
Lieferung des 1000. mechanischen Webstuhls der Firma Schönherr.

1858 
Die Firma Hartmann liefert die 100. Lokomotive.

1859 
Einweihung des neuen Postgebäudes am alten Chemnitzer Tor.
Inbetriebnahme der Chemnitzer Aktienspinnerei am Schillerplatz (60. 000 Spindeln ).

1860 
Erwerb des Schloßteiches und des umliegenden Geländes durch die Stadt sowie Gestaltung als Park und Erholungsstätte.

1861 
Einwohnerzahlen: 45. 432

1862 
Gründung der Handels- und Gewerbekammer.

1867 
Bauabschluß der Villa Zimmermann (später Teil des Carola- Hotels ).

1869 
Im Haus des Vereins "Kunsthütte" wird am 2. Juli die Chemnitzer Stadtbibliothek gegründet.

1871 
Chemnitz zählt über 68. 000 Einwohner.
Erste Ausgabe der Zeitung "Chemnitzer Freie Presse".

1872 
Einweihung des neuen Gebäudes des Königlichen Gymnasiums (Hohe Straße ).

1874 
Eröffnung des Städtischen Friedhofes an der Reichenhainer Straße.
Dr. Heinrich Friedrich Wilhelm André von 1874- 1896 Oberbürgermeister von Chemnitz.
(Mit der Ausscheidung der Stadt Chemnitz aus der Amtshauptmannschaft 1874 erhielt der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister )

1875 
Einwohnerzahlen: 78. 209

1877 
Eröffnung des neuen Gebäudes der Technischen Staatslehranstalten am Schillerplatz.

1880 
Einwohnerzahlen: 95. 123

1883 
Chemnitz zählt 103.000 Einwohner und ist damit Großstadt.
Einweihung des Städtischen Schlacht- und Viehhofes.

1884 
Karl Schmidt- Rottluff, Mitbegründer des deutschen Expressionismus, wird in der Vorortgemeinde Rottluff geboren.

1886 
Errichtung der Stadtparkanlage.

1888 
Weihe der St. Petrikirche am Neustädter Markt/ Schillerplatz.

1890 
Chemnitz zählt über 136. 000 Einwohner.

1891 
Eröffnung der Markthalle.

1893 
Inbetriebnahme der Einsiedler Talsperre zur Trinkwasserversorgung der Stadt.
Fahrt der ersten elektrischen Straßenbahn.
Einweihung des Saxoniabrunnens auf dem Roßmarkt.

1894 
Das städtische Elektrizitätswerk geht in Betrieb.
Eingemeindung von Altchemnitz.

1895 
Weihe der St. Markuskirche.

1896 
D. Dr. jur. Dr. ing. Gustav Heinrich Beck von 1896- 1908 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1899 
Eröffnung der Zeißigwaldschänke.
Einzug der Dresdner Bank in das Gebäude der Börse am Beckerplatz.



1900 
Chemnitz zählt 206. 584 Einwohner.
Eingemeindungen von Gablenz, Kappel und Altendorf.

1902 
Eröffnung des Centraltheaters an der Zwickauer Straße.

1904 
Eingemeindung von Hilbersdorf.

1905 
Einwohnerzahl: 244. 927

1906 
Einweihung der ersten sächsischen Feuerbestattungsanlage an der Reichenhainer Straße.

1907 
Eingemeindung von Bernsdorf.

1908 
Weihe der Lutherkirche.
Dr. jur. Heinrich Sturm von 1908- 1917 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1909 
Einweihung des König- Albert- Museums und des Neuen Stadttheaters (ab 1925 Opernhaus ).
Eingemeindung von Helbersdorf.

1910 
Einwohnerzahl: 287. 807

1911 
Eröffnung des neuen Rathauses am Markt. Die erste Sitzung des Rates steht unter dem Motto: "Des Rates Blick ist der Stadt Geschick ".

1912 
Chemnitz zählt 308000 Einwohner.

1913 
Eröffnung des Kaufhauses Tietz an der Poststraße.
Eingemeindungen von Borna und Furth.

1914 
Abschluß der Überwölbung des Chemnitzflusses am ehemaligen Nikolaitor (heute Falkeplatz );
Eingemeindung des "Schnellen Marktes" von Ebersdorf.

1916 
Inbetriebnahme der Kläranlage Heinersdorf.

1917 
Dr. jur. Hermann Max Johannes Hübschmann von 1917- 1930 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1918 
Einweihung der Königlichen Frauenklinik in Altendorf mit insgesamt 377 Betten.

1919 
Erste allgemeine, freie, direkte und geheime Wahl eines Chemnitzer Stadtparlaments.

1925 
Einwohnerzahl: 331. 655
Wiedereröffnung des Alten Stadttheaters als Schauspielhaus.

1926 
Entstehung des Flugplatzes an der Stollberger Straße.
Fertigstellung des Gebäudes der Deutschen Bank.

1927 
Umbenennung des alten Johannisfriedhofes.

1928 
Einweihung der Industrieschule am Karl- Marx- Platz.

1930 
Die Stadt erreicht mit über 360. 000 Einwohnern ihre bislang höchste Einwohnerzahl.
Einweihung des Realgymnasiums am Karl- Marx- Platz.
Fertigstellung des Hotels "Chemnitzer Hof", des Kaufhauses Schocken und der Stadtsparkasse am Falkeplatz.
Albert Traugott Walter Arlart von 1930- 1933 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1931 
Eröffnung des Schloßbergmuseums auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters.

1933 
Einwohnerzahl: 350. 734
Mit Machtübernahme der NSDAP am 30.1.1933 beginnt auch in Chemnitz eine intensiv betriebene Verleumdungskampagne und der nationalsozialistische Terror gegenüber Antifaschisten.
Walther Schmidt von 1933- 1945 Oberbürgermeister von Chemnitz.
Inbetriebnahme der größten Trinkwassertalsperre Sachsens- der Saidenbachtalsperre- zur Versorgung der Stadt.

1935 
Eröffnung des Stadtbades an der Mühlenstraße.

1936 
Eröffnung der Autobahnteilstrecke Chemnitz- Hohenstein-Ernstthal.

1939 
Einwohnerzahl: 337. 657

1944 
Am 31. August findet die vorläufig letzte Aufführung im Opernhaus statt.

1945 
Schwere Zerstörung der Stadt am 5. März durch alliierte Luftangriffe. 80% der Innenstadt werden zerstört, ca. 4. 000 Menschen finden den Tod.
In der Ratssitzung am 25. September wird im Gedenken an die antifaschistischen Opfer aller Nationen der Straßenzug vom Neumarkt bis zur Wilhelmstraße in "Straße der Nationen " umbenannt.
1945- Dr. Fritz Gleibe, Dr. Kurt Wuthenau Oberürgermeister von Chemnitz.
Max Müller von 1945- 1952 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1946 
Einwohnerzahl: 250. 188

1947 
Wiedereröffnung der großen Schwimmmhalle im Stadtbad.
Als Theater sind eingerichtet: Marmorpalast, Adventshaus und Festsaal des Altersheimes Rembrandtstraße.

1950 
Abschluß des Wiederaufbaus des Alten Rathauses und Einweihung einer Radrennbahn.
Durch Lohnerhöhungen im August beträgt das durchschnittliche monatliche Arbeitseinkommen 311,- Mark. Die Bockwurst kann jetzt für 1,88 Mark (ehemals 6,- Mark ) gekauft werden.

1950/ 1951 
Errichtung der ersten Wohnhäuser im Gewölbebauverfahren an der Zschopauer Straße/ Ecke Moritzstraße.

1951 
Wiedereröffnung des Opernhauses und Einweihung des Puppentheaters im Gebäude der ehemaligen Aktienspinnerei.
Umbenennung des "Wanderer- Fräsmaschinenbau" in Fräsmaschinenwerk "Fritz Heckert", des Falkeplatzes in Fritz-Heckert-Platz und der Josephinenschule in Fritz-Heckert-Schule.

1952 
Bildung des Bezirkes Chemnitz mit der Bezirksstadt Chemnitz laut "Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik".
Bildung der ersten Zehnklassenschule (Humboldtschule ).
Gründung der ersten LPG in der Stadt mit dem Namen "Theodor Körner ".
Kurt Berthel von 1952- 1960 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1953 
Administrative Umbenennung der Stadt in "Karl- Marx- Stadt" am 10. Mai.
Verschiedentliche Arbeitsniederlegungen am 17.Juni und heftige Bürgerproteste auch in Karl-Marx-Stadt. Aktiver Widerstand gegen die bestehende Ordnung wird durch von der SED- Führung organisierten "Agitatorenkollektive" und "Einsatztrupps" im Keime erstickt.

1954 
Extrem starke Niederschläge führen im Juli zu Überschwemmungen im Stadtgebiet; alle Brücken überdie Chemnitz, außer der Brücke Kaßbergauffahrt, werden überflutet. Am 10. Juli erreicht der Chemnitzfluß einen Hochwasserstand von 3,85 m.

1955 
Konstituierung der PGH Elektromaschinenbau- Handwerk "Dynamo" als erste im Stadtgebiet.

1956 
Gründung des Sportclubs Motor Karl- Marx- Stadt.
Einführung des Gütertaxenverkehr durch den VEB Spedition.

1957 
Übergabe des Neubaus der Hochschule für Maschinenbau an der Kurt-Fischer-Straße.
Einführung der 45-Stunden-Arbeitswoche für die Beschäftigten im Maschinen- und Schwermaschinenbau und im Jahresverlauf für weitere Industriezweige.

1958 
Beginn der jährlichen Reihen- Röntgenuntersuchungen.
Wiedereröffnung des Carola- Hotels.
Einweihung des Kunsteisstadions am Küchwald.
Abschaffung der Lebensmittelkarten.

1959 
Inbetriebnahme der ersten Trinkwasser- Fluoridierungsanlage.
Grundsteinlegung für das Heizkraftwerk Nord.

1960 
Einwohnerzahl: 286. 329
Einsatz erster Breitspurwagen der Straßenbahnlinie 5 auf der Strecke Harthau- Uhlestraße.
Fritz Scheller von 1960- 1961 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1961 
Kurt Müller von 1961- 1986 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1962 
Eröffnung des Hotels "Moskau ".

1963 
Eröffnung der Freilichtbühne im Küchwald.
Das Warenhaus "Centrum" an der Poststraße wird eröffnet.

1963 
Errichtung des Heimattierparkes an der Pelzmühle.
Gründung des Sportclubs Karl- Marx- Stadt (SCK ).
Die Hochschule für Maschinenbau erhält den Status einer Technischen Hochschule.

1964 
Teilfertigstellung der Straße der Nationen zwischen Brücken- und Bahnhofstraße mit Wohnhäusern und Geschäften.
Beginn der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Karl- Marx- Stadt - Dresden.

1965 
800- Jahrfeier der Stadt entsprechend dem historischen Forschungsstand.
Eröffnung der Eissporthalle.

1967 
Eröffnung der Hauptpost an der Straße der Nationen.
Inbetriebnahme der Zentralhaltestelle.
Titelgewinn des Fußballclubs Karl- Marx- Stadt in der Deutschen Meisterschaft der DDR.
Einführung der 5- Tage- Arbeitswoche.

1968 
Übergabe des neuen Omnibusbahnhofs am Schillerplatz.

1970 
Fertigstellung des Neubaugebietes "Hans Beimler".

1973 
Übergabe des Wildgatters Oberrabenstein.
Eröffnung einer 400m- Bahn im Eissportzentrum.

1974 
Eröffnung der Stadthalle Karl- Marx- Stadt, Grundsteinlegung für das Wohngebiet "Fritz Heckert".
Übergabe der Kaufhalle Kappel als größte Verkaufseinrichtung des Bezirkes.

1975 
Grundsteinlegung für ein neues Plattenwerk in der Blankenauer Straße.

1976 
Erste Badesaison am Stausee und Eröffnung der Sport- und Versorgungseinrichtungen in Oberrabenstein.

1978 
Einweihung des handbetriebenen Glockenspiels am Rathausturm.
Eröffnung des Fußgängertunnels an der Zentralhaltestelle.

1980 
Einweihung des Brühl- Boulevards.
Eröffnung des Internates für sprachgestörte und schwerhörige Kinder und Jugendliche an der Parkstraße.
Wiedereröffnung des durch einen Brand völlig zerstörten Schauspielhauses am 5. Oktober mit einem Festakt und der Premiere von "Dantons Tod".

1981 
Einwohnerzahl: 317. 700
Beginn des Rekonstruktionsvorhabens auf dem Sonnenberg.
Übergabe des Neubaus "Bezirkskrankenhaus".

1983 
Verleihung des Namens "Robert- Schumann- Philharmonie" an das Städtische Orchester.
Eröffnung des rekonstruierten Stadtbades.

1984 
Übergabe der Sporthalle an der Schloßstraße.
Einführung des Omnibusbetriebs auf der bisherigen Schmalspur- Straßenbahnlinie 8 zum Kaßberg.

1985 
Grundsteinlegung für das Institut für Mechanik der Akademie der Wissenschaften der DDR an der Reichenhainer Straße.

1986 
Einwohnerzahl: 313. 800
Die Technische Hochschule erhält den Status einer Technischen Universität.
Montage der vorgefertigten Turmhaube auf dem Hohen Turm des Rathauses.
Dr. Eberhard Langer von 1986- 1990 Oberbürgermeister von Chemnitz.

1987 
Fertigstellung der 50. 000sten Werkzeugmaschine im Fritz- Heckert- Werk seit 1946.
Wiedereröffnung des Filmtheaters "Welt- Echo".

1988 
Einstellung des Fahrbetriebes der letzten Schmalspur- Straßenbahn auf der Linie 3 nach Rottluff und Einsatz von Gelenkomnibussen.

1989 
40. Jahrestag der DDR. Ein Schweigemarsch meherer hundert Menschen wird in der Innenstadt gewaltsam aufgelöst.
Zulassung der Vereinigung "Neues Forum " u. Konstituierung des Runden Tisches.
Neu- u. Wiedergründung einer Vielzahl von Parteien, Verbänden u. Vereinen.

1990 
Wahl eines neuen Stadtparlaments im Ergebnis der ersten demokratischen Kommunalwahl seit 1946 (06.05.1990 ).
Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Noll (CDU ) von 1990- 1992.
Rückbenennung der Stadt in "Chemnitz" als Ergebnis einer Bürgerbefragung (01.06.1990 ).
Einführung der Deutschen Mark als alleiniges Zahlungsmittel im Osten Deutschlands (01.07.1990 ).

1991 
Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Joachim Pilz (CDU ).
Montage des kupfernen Turmes auf dem Ostteil des Museums am Theaterplatz.

1992 
Dr. Joachim Pilz von 1992- 1993 Oberbürgermeister von Chemnitz.
Wiedereröffnung des Opernhauses nach vierjähriger Rekonstruktion.
Inbetriebnahme der ersten kommunal betriebenen Tiefgarage in den neuen Bundesländern unter dem Theaterplatz.
Teileröffnung des größten sächsischen Einkaufscenters, des "Chemnitz Centers", an der nördlichen Stadtgrenze.

1993 
Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Peter Seifert (SPD ) 1994/ 2001/ 2004 Wiederwahl durch das Stadtparlament.
Abzug der letzten von einstmals 4. 000 russischen Soldaten u. Offizieren aus der Stadt.

1994 
Auf Antrag von Euba erfolgte am 25.03.1094 die Eingliederung in die Stadt Chemnitz.
Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des sächsischen Gelehrten, Humanisten u. Chemnitzer Bürgermeister Georgius Agricola.
Beginn einer der größten archäologischer Grabungen Sachsens auf dem Gelände des Parkplatzes an der Stadthalle.
Bei der Direktwahl des Oberbürgermeisters durch die Chemnitzer Bürger erhielt Dr. Peter Seifert (SPD ) die absolute Mehrheit der Stimmen (73% ) im ersten Wahlgang.

1995 
Wiedereröffnung der 1891 errichteten Markthalle nach umfangreicher Rekonstruktion.
Feierlichkeit zum Gedenken an die Opfer der Bomardierung von Chemnitz vor 50 Jahren.
Inbetriebnahme des modernsten Straßenbahnbetriebshofes Deutschlands in Adelsberg.
Fertigstellung des Motorenwerkes von Volkswagen.
Belegung von drei städtischen Gewerbegebieten mit 4000 Arbeitskräften.
Auszeichnung der Stadt mit dem "Europäischen Preis des öffentlichen Verkehrs 1995 " in Frankreich.

1996 
Vergrößerung des Stadtgebietes um 158 ha durch Änderung der Kreisgrenze zum Landkreis Freiberg, Gemarkung Lichtenwalde.
Eröffnung des Cine- Star- Filmpalastes als größtes u. modernstes Kino in Sachsen.
Einweihung des neuen SIEMENS- Komplexes Automatisierungstechnik

1997 
Einwohnerzahl: 263. 500
Eingemeindung von Einsiedel, Kleinolbersdorf- Altenhain und Klaffenbach nach Chemnitz.
125. Geburtstag des Chemnitzer Hauptbahnhofes.
Besiegelung der Städtepartnerschaft mit Akron/ USA.
Einweihung des Technologie Zentrums Chemnitz.

1998 
Offizieller Baubeginn für das Galerie- Projekt in der Innenstadt.
Eröffnung des neuen Hörsaalkomplexes der Technischen Universität an der Reichenhainer Straße.
Inbetriebnahme des Zentralklärwerkes Heinersdorf.

1999 
Eingemeindung von Grüna, Röhrsdorf, Mittelbach u. Wittgensdorf nach Chemnitz.
Öffnung des neuen Südringes zwischen Annaberger Straße u. Reichenhainer Straße.
Besiegelung der Städtepartnerschaft mit der chenesischen Provinzhauptstadt Taiyuan.



2000 
Jubiläum bei Volkswagen: Vier- Millionster Motor aus Chemnitz.
Freigabe der neuen Autobahnanschlussstelle Glösa an der A 4.
Eröffnung des innerstädtischen Einkaufzentrums Galerie "Roter Turm ".
31 Chemnitzer werden für Ihr Eintreten für mehr Demokratie in der Zeit der sogenannten friedlichen Revolution mit einem Eintrag ins Goldene Buch geehrt.
Taufe eines Lufthansa- Airbusses auf den Namen "Chemnitz ".
Erstmalige Vergabe des Chemnitzer Umweltpreises durch Stadtverwaltung, Stadtwerke AG und "Freie Presse ".
2. Liga- Chemnitz ist wieder mit dabei! Mit einem 1: 0 gegen Berlin sichert sich der CFC den Klassenerhalt. Grosser Jubel bei den Fussball Fans. Sie stürmen nach Abpfiff der Partie das Spielfeld.
Splash 2000 ausverkauft: Mega- Fun und Abfall Sumpf- Ein ganzes Wochenende lang geben sich die Grössen der Hip- Hop- Szene auf der Bühne am Stausee Oberrabenstein das Mikro in die Hand.

2001 
Wiederwahl von Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert.
Eröffnung der Galeria Kaufhof und der restaurierten Jugendstilvilla Esche.
Verleihung der Ehrenbürgerwürde an den Schriftsteller Stefan Heym.

2002 
Chemnitz unterschritt die 250. 000- Einwohner- Marke.
Einweihung der Neuen Synagoge der Jüdischen Gemeinde.
Inbetriebnahme eines neuen Figürlichen Glockenspiels im Turm des Alten Rathauses.
Ausstellung "Picasso et les femmes " in den Kunstsammlungen.
Start für die City- Bahn auf gleicher Spurbreite von Straßen- und Eisenbahnnetz (Chemnitzer Modell " ).

2003 
Einwohnerzahl: 247. 723
Eröffnung des neuen Industriemuseums und der Chemnitz Arena.
Einweihung der Rathauspassage und des Kaufhauses Peek & Cloppenburg.
Freigabe des Inneren Stadtrings für den Verkehr.
Erstmalige Durchführung des Deutschen Archivtages in Chemnitz.
Mehr als 120. 000 Besucher bei der Picasso- Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz.



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Stand: 2003




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