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| Borgines Gedanken |
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Politik im Deltaquadranten
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Ich habe mal versucht die Borg einer politischen Richtung zuzuordnen.
Die Borg präsentieren die Idee einer neuen Weltordnung, die
auch faschistisch sein kann (s. STAR TREK - The Next Generation
Folge Nummer 152/153 "Descent (dt. Titel "Angriff der Borg") in
der sich die Borg als "Herrenrasse" darstellen), und für den Zuschauer
beängstigend erscheinen.
Sie sind Teil eines Großen Ganzen, kritische Gedanken werden sofort
gelöscht, sämtliche Daten die für das Kollektiv nicht von Nutzen
sind. Lebewesen, die als minderwertig eingestuft werden, begegnen
sie mit Verachtung. Andere Spezies werden solange ignoriert, bis
sie eine Bedrohung darstellen oder eine interessante Technologie
besitzen, die dem Kollektiv weiter zu seiner Perfektionierung verhelfen
würde. Die Borg setzen dabei rücksichtslos ihre Interessen durch.
Bei der Assimilation verliert man seinen Namen und erhält stattdessen
eine Nummer. Die Persönlichkeit wird unterdrückt, ein neues Bewusstsein
aufgedrängt. Nach diesem Identitätsverlust wird man Teil der Masse,
einer unter vielen. Die Anpassung geht weiter, man wird umgebaut,
verliert die Farbe seiner Haut, erhält neue Komponenten. Für die
Drohnen existiert nur funktionelle "Kleidung", die jedem Borg passt.
Nach seiner Umwandlung in die Gleichheit bekommt man eine feste
Stelle im Kollektiv zugewiesen, eine Aufgabe. Die Stimmen im Kopf
vermitteln ein Gefühl von Zusammenhalt und Stärke. Sie leben in
einer Gesellschaft, in der es nur eine Stimme -die des Kollektivs-
gibt.
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In "Scorpion 2" sagt Seven of Nine
über die Menschen:
"Sie sind launenhaft, widersprüchlich, desorganisiert.
Über Entscheidungen wird debattiert, Aktionen werden hinterfragt.
Jedes Individuum hat das Recht auf seine eigene unbedeutende
Meinung. Es mangelt ihnen an Harmonie, Zusammenhalt, Größe.
Das wird ihr Verderben, ihr Ruin sein." |
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Bei einer Trennung vom Kollektiv sehnt sich die Drohne nach dieser
Stimme zurück, die ihr Stärke und Geborgenheit gab. Ihr wurde ein
Schutzmechanismus eingebaut, der den Rückfall in die Individualität,
Gefühle und damit Schwäche verhindern soll, indem die Drohne deaktiviert
wird (Star Trek - Voyager "Menschliche Fehler"). Wenn es dem Wohl
des Kollektivs dient, wird ein Kubus geopfert (Star Trek - Voyager
"Scorpion 2" , der Borgwürfel fliegt in das Bioschiff und explodiert,
um die Nanosonden auf der Voyager zu schützen). Schwer beschädigte
Drohnen, dessen Heilung irreparabel oder zu zeitaufwendig wäre,
werden abgeschaltet. Ihre Existenz würde das Kollektiv nur schwächen.
Hier wird deutlich, wie unbedeutend das Leben einzelner Drohnen
für das Kollektiv ist. Sie sind austauschbar. An ihre Stelle treten
sofort neue Drohnen. Ihr Lebensgrundsatz könnte mit einer extrem
nationalen oder kommunistischen Ideologie identisch sein: "Du bist
nichts, Dein Volk ist alles!".
Ein weiterer Punkt ist die Aussage von Tom Paris, in der er die
Nazis als "die Borg dieser Zeit" bezeichnet (Star Trek
- Voyager "Das Tötungsspiel - Teil 2"). In Voyager
stellen die Borg durchaus ein totalitäres Regime dar, hier
steht die Königin über einem humanoiden Insektenstaat.
In früheren Folgen ließ sich von außen nie eine
Hierachie erkennen, die Borg traten als geschlossenes Kollektiv
auf, das von einem gemeinsamen Willen gelenkt wurde.
An der Spitze dieses Systems steht die Borg Königin, die sich von
der Gleichheit abhebt, indem sie ihre eigene Individualität besitzt.
Als das Kollektiv von einem Virus befallen ist, der einige tausend
Drohnen vom Kollektivbewusstsein trennt, lässt sie einige Kuben sich
selbst zerstören, auch wenn sich nur eine infizierte Drohne auf dem
Schiff befand (Star Trek - Voyager "Unimatrix Zero 2"). Sie ist für
das Wohl des gesamten Kollektivs verantwortlich und kontrolliert alle
Gedanken. |
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| Quelle: Die kursiven Textstellen sind Zitate von
http://www.donitzky.de/politik.htm |
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